In dieser Reihe widmen wir uns dem Thema Nachfolgelösungen für mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer und klären wichtige Fragen.
                                                                 
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Sigma Corporate Finance
M&A auf den Punkt
Nach­fol­ge­lö­sun­gen
04 — Umgang mit dem Führungsteam
Sehr geehr­te Damen und Herren,
mit der Infor­ma­ti­ons­rei­he ​„M&A auf den Punkt – Nachfolge­lösungen“ wid­met sich SIG­MA Cor­po­ra­te Finan­ce in regel­mä­ßi­gen Abstän­den dem The­ma Nach­fol­ge­lö­sun­gen für mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer. Dabei beant­wor­ten wir zen­tra­le Fra­gen, die uns immer wie­der in die­sem Zusam­men­hang gestellt wer­den. In die­sem Newsletter:
• Habe ich ein Manage­ment­team oder eine zwei­te Füh­rungs­ebe­ne, die mich zeit­nah erset­zen kann oder benö­tigt mein Unter­neh­men wei­te­re exter­ne Führungskräfte?
• Wäre das vor­han­de­ne Manage­ment­team ggf. bereit, sich bei einem Ver­kauf neben dem Inves­tor eben­falls zu beteiligen?
• Wie gehe ich mit mög­li­chen Vor­be­hal­ten mei­nes Manage­ments gegen­über einem Ver­kauf um?
Wir hof­fen, dass wir Ihnen span­nen­de Impul­se geben kön­nen und freu­en uns auf Ihr Feed­back und wei­ter­füh­ren­de Gespräche.

Herz­li­chen Gruß aus Frank­furt am Main
Unterschrift Sönke Schulz
Sönke Schulz
Unterschrift Holger Schekorr
Holger Schekorr
? Habe ich ein Managementteam oder eine zweite Führungsebene, die mich zeitnah ersetzen kann oder benötigt mein Unternehmen weitere externe Führungskräfte?
Idea­ler­wei­se ver­fü­gen Unter­neh­men über eine Füh­rungs­struk­tur, bei der die Zustän­dig­kei­ten und Ver­ant­wor­tungs­be­rei­che in der Orga­ni­sa­ti­on klar defi­niert sind und die zustän­di­gen Füh­rungs­kräf­te ihre zuge­wie­se­ne Rol­le ent­spre­chend wahr­neh­men und aus­fül­len. Dadurch ist das Unter­neh­men nicht aus­schließ­lich auf die Gesell­schaf­te­rin oder den Gesell­schaf­ter zuge­schnit­ten und allein von die­ser oder die­sem abhän­gig. Bei einem mög­li­chen Aus­schei­den kann das Unter­neh­men auch selb­stän­dig wei­ter exis­tie­ren und Mit­ar­bei­ter neh­men eigen­ver­ant­wort­lich ihre Auf­ga­ben wahr. Tat­säch­lich jedoch sind in vie­len Gesell­schaf­ten die Zustän­dig­kei­ten und die Füh­rungs­or­ga­ni­sa­ti­on oft­mals nicht ein­deu­tig gere­gelt. Dar­über hin­aus wird häu­fig ver­säumt, recht­zei­tig ein brei­tes Manage­ment­team auf­zu­bau­en, das die Gesell­schaft nach Aus­schei­den der oder des Inha­bers erfolg­reich weiterführt.
»Ein breites Managementteam mit klar definierten Verantwortungsbereichen erhöht die Attraktivität des Unternehmens im Rahmen des Verkaufs. Ggf. sollte daher die Führungsstruktur zu Beginn der Transaktion noch angepasst oder ergänzt werden.«
Sofern mög­lich, soll­te zu Beginn des Ver­kaufs­ver­fah­rens die bestehen­de Manage­ment­struk­tur ana­ly­siert und ggf. ange­passt oder ergänzt wer­den. Ziel soll­te es dabei sein, dem Inves­tor ein Manage­ment­team zu prä­sen­tie­ren, wel­ches das Unter­neh­men erfolg­reich füh­ren kann. Der Inves­tor wird die­ses Team und sei­ne Kom­pe­ten­zen im wei­te­ren Pro­zess­ver­lauf auch prü­fen und hin­ter­fra­gen. Daher müs­sen die zu prä­sen­tie­ren­den Füh­rungs­kräf­te auch zu Beginn mit in die Trans­ak­ti­on ein­ge­bun­den wer­den und Zeit für die Gesprä­che mit den Inves­to­ren einplanen.

Sofern die Ana­ly­se der bestehen­den Füh­rungs­struk­tur auf­zeigt, dass die­se nicht hin­rei­chend besetzt ist bzw. intern nicht kurz- oder mit­tel­fris­tig ergänzt wer­den kann, soll­te dem Inves­tor ein Weg auf­ge­zeigt wer­den, wie exter­ne Füh­rungs­kräf­te rekru­tiert und in der Zwi­schen­zeit die bestehen­de Füh­rungs­lü­cke aus­ge­füllt wer­den könn­te. Ggf. muss dazu auch eine neue Per­so­nal­stel­le im Busi­ness­plan mit­be­rück­sich­tigt wer­den. Bei der Suche nach kom­pe­ten­ten Fach­kräf­ten unter­stüt­zen im Übri­gen häu­fig gera­de Finanz­in­ves­to­ren die zum Ver­kauf ste­hen­den Unter­neh­men nach ihrer Übernahme.
? Wäre das vorhandene Managementteam ggf. bereit, sich bei einem Verkauf neben dem Investor ebenfalls zu beteiligen?
Sofern ein Finanz­in­ves­tor Inter­es­se an einem Unter­neh­men zeigt, steht bei die­sem übli­cher­wei­se auch die Fra­ge im Raum, ob das bestehen­de Manage­ment­team sich eben­falls mit einem klei­nen Anteil an dem Unter­neh­men mit­be­tei­li­gen möch­te. Die Mit­be­tei­li­gung des Manage­ments wird immer posi­tiv gese­hen und ist häu­fig gewünscht, da hier­durch signa­li­siert wird, dass die Füh­rungs­kräf­te von der wei­te­ren posi­ti­ven Ent­wick­lung des Unter­neh­mens über­zeugt sind und sich dafür enga­gie­ren und Risi­ken in Kauf neh­men. Der Kauf von Antei­len durch das Manage­ment wird durch den Finanz­in­ves­tor dabei teil­wei­se mit Anrei­zen (Sweet Equi­ty) geför­dert. Er kann für die­se durch­aus attrak­tiv sein, wenn sich das Unter­neh­men wei­ter erfolg­reich ent­wi­ckelt und die Gesell­schafts­an­tei­le nach ein paar Jah­ren bei einem mög­li­chen Wei­ter­ver­kauf im Wert deut­lich steigen.
»Insbesondere Finanzinvestoren sind daran interessiert, dass sich das bestehende Managementteam bei einem Verkauf an dem Unternehmen mit einem geringen Anteil ebenfalls beteiligt.«
Bei grö­ße­ren Unter­neh­men bie­ten Finanz­in­ves­to­ren auch teil­wei­se einen Betei­li­gungs­pool für wei­te­re Mit­ar­bei­ter bzw. Fach­kräf­te an, um die­se lang­fris­tig zu bin­den. Auch die­ses Betei­li­gungs­mo­dell kann für die betref­fen­den Mit­ar­bei­ter bei einer posi­ti­ven Unter­neh­mens­ent­wick­lung attrak­tiv sein. Die dar­ge­stell­ten Betei­li­gungs­mo­del­le fin­den bei stra­te­gi­schen Käu­fern hin­ge­gen kei­ne Anwen­dung. Die­se über­neh­men die jewei­li­gen Antei­le und inte­grie­ren die Gesell­schaft in der Regel in ihre eige­ne Organisation.
? Wie gehe ich mit möglichen Vorbehalten meines Managements gegenüber einem Verkauf um?
Teil­wei­se ste­hen Mit­ar­bei­ter oder Füh­rungs­kräf­te einem Unter­neh­mens­ver­kauf, in den sie ein­ge­bun­den wer­den, zunächst skep­tisch gegen­über, da sie sich um ihre beruf­li­che Zukunft sor­gen. Die­se Sor­ge ist mensch­lich betrach­tet immer nach­voll­zieh­bar. Gleich­wohl stellt der Ver­kauf eines Unter­neh­mens immer auch eine Chan­ce dar, da letzt­lich rele­van­te Grün­de für den Ver­kauf vor­lie­gen. Hier­bei ist zum einen eine unge­klär­te Nach­fol­ge zu nen­nen. Die Alter­na­ti­ve zu einem Ver­kauf wäre die Schlie­ßung des Betrie­bes. Auch der Ver­kauf des Unter­neh­mens an einen Inves­tor auf­grund eines attrak­ti­ven Ange­bo­tes bedeu­tet nicht den Abbau von Arbeits­plät­zen. Der Käu­fer hat viel Kapi­tal inves­tiert, dass sich nun­mehr ren­tie­ren muss. Daher ist er auf eine wei­ter­hin erfolg­rei­che Unter­neh­mens­ent­wick­lung ange­wie­sen, die zufrie­de­ne Mit­ar­bei­ter und ein star­kes Füh­rungs­team voraussetzt.
»Der Unternehmensverkauf bietet für das bestehende Managementteam überwiegend Chancen. Unter Umständen können Projektboni als Anreiz für ein positives Engagement im Rahmen der Transaktion gewährt werden.«
Mit­ar­bei­tern mit Vor­be­hal­ten soll­ten daher die­se Argu­men­te ver­mit­telt und die Chan­ce kom­mu­ni­ziert wer­den, dass sich im Rah­men des Gesell­schaf­ter­wech­sels sogar auch neue Kar­rie­re­mög­lich­kei­ten erge­ben könn­ten. Dar­über hin­aus ist zu eru­ie­ren, inwie­fern ein­zel­nen Per­so­nen bei einem erfolg­rei­chen Unter­neh­mens­ver­kauf ein Pro­jekt­bo­nus gewährt wer­den kann. Der Bonus soll gewähr­leis­ten, dass das Enga­ge­ment der jewei­li­gen Mit­ar­bei­ter beim Ver­kauf mit den Zie­len des Ver­käu­fers im Ein­klang steht.
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Sön­ke Schulz ist Grün­dungs­ge­sell­schaf­ter und Geschäfts­füh­rer von Sig­ma Cor­po­ra­te Finan­ce und berät seit über 20 Jah­ren in den Berei­chen Fusion­en & Über­nah­men, Restruktur­ierung und Finan­zie­run­gen. Fer­ner ist Sön­ke Schulz aus­ge­bil­de­ter Wirt­schafts­me­dia­tor mit Fokus u.a. auf Nachfolgeregelungen.
soenke.schulz@sigma-cf.com
(069) 770 39 47 – 11
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Hol­ger Sche­korr ist Part­ner bei Sig­ma Cor­po­ra­te Finan­ce und ver­fügt über mehr als 16 Jah­re Bera­tungs­er­fah­rung in den Berei­chen Fusio­nen & Über­nahmen, Restruk­tu­rie­rung und Finanzier­ungen sowie Pri­va­te Equity.
holger.schekorr@sigma-cf.com
(069) 770 39 47 – 19
Sigma Corporate Finance (Nachfolgeregelungen)
Sig­ma Cor­po­ra­te Finan­ce GmbH ist eine ban­ken­un­ab­hän­gi­ge M&A‑Bera­tungs­gesell­schaft, d.h. Trans­ak­ti­ons­be­ra­tung für den Ver­kauf, die Fusi­on und den Kauf von Unter­neh­men, u.a. im Rah­men der Rea­li­sie­rung von Nach­fol­ge­lö­sun­gen für inha­ber­ge­führ­te, mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men. Seit sei­ner Grün­dung im Jahr 2005 hat Sig­ma Cor­po­ra­te Finan­ce bereits ca. 60 natio­na­le und inter­na­tio­na­le M&A‑Transaktionen aus den unter­schied­lichs­ten Berei­chen von Indus­trie, Han­del und Dienst­leis­tun­gen erfolg­reich abgeschlossen.
www.sigma-cf.com
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