| Sehr geehrte Damen und Herren, |
| mit der Informationsreihe „M&A auf den Punkt – Nachfolgelösungen“ widmet sich SIGMA Corporate Finance in regelmäßigen Abständen dem Thema Nachfolgelösungen für mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer. Dabei beantworten wir zentrale Fragen, die uns immer wieder in diesem Zusammenhang gestellt werden. In diesem Newsletter: |
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Welche Arten von Investoren gibt es? |
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Wie unterscheiden sich Finanzinvestoren und Family Offices von strategischen Käufern bei einer Transaktion? Welche Vor- und Nachteile bieten Sie? |
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Sind die typischen Vorbehalte (ehemalige „Heuschreckendebatte“) gegenüber Finanzinvestoren berechtigt? |
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Wir hoffen, dass wir Ihnen spannende Impulse geben können und freuen uns auf Ihr Feedback und weiterführende Gespräche.
Herzlichen Gruß aus Frankfurt am Main |
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| Sönke Schulz |
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| Holger Schekorr |
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Welche Arten von Investoren gibt es? |
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Die Käufer für Unternehmen lassen sich in die beiden Gruppen strategische Investoren und Finanzinvestoren unterteilen:
Bei den strategischen Investoren handelt es sich um Unternehmen, die in der Regel aus der gleichen oder einer angrenzenden Branche des Zielunternehmens stammen. Das Ziel einer Übernahme kann dabei unter anderem der Ausbau des eigenen Kundenstammes und Vertriebsnetzwerkes sein. Unternehmen sind aber auch an der Übernahme von Produktionskapazitäten und Know-how interessiert und nutzen dabei unter Umständen auch Synergieeffekte bei der Zusammenlegung von Einheiten. Finanzinvestoren sind hingegen im Wesentlichen an der Wertsteigerung des zu übernehmenden Unternehmens interessiert. Auch sie verfügen häufig über Branchenerfahrung im jeweiligen Segment und haben zum Teil auch bereits entsprechende Portfoliounternehmen im Bestand, die sie auch als Plattform für Zukäufe nutzen. Ihre Kompetenz liegt vor allem in der erfolgreichen Durchführung von Kauftransaktionen und der anschließenden möglichen Durchführung von Wertsteigerungsmaßnahmen. Je nach Situation agieren sie aber auch als passiver Investor, sofern sich das hinzugekaufte Unternehmen langfristig positiv weiterentwickelt. |
| »Die potenziellen Interessenten für ein Unternehmen setzen sich aus strategischen Investoren einerseits und Finanzinvestoren und Family Offices andererseits zusammen. Strategische Investoren erhoffen sich von einer Übernahme operative Vorteile für das eigene Unternehmen. Finanzinvestoren und Family Office setzen hingegen auf Wertsteigerungen ihres eingesetzten Kapitals.« |
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| Zu den Finanzinvestoren zählen auch Family Offices, die das Geld von vermögenden Privatpersonen verwalten und in unterschiedlichen Anlageklassen anlegen. Auch sie sind an mittelfristigen Wertsteigerungen des zu übernehmenden Unternehmens interessiert. Allerdings verfügen sie jedoch über einen längeren Anlagehorizont und haben keinen Verkaufsdruck. Daher halten sie die Unternehmen zum Teil sogar über viele Jahre und streben keinen Verkauf des Unternehmens nach einer definierten Periode wie bei gewöhnlichen Private Equity Gesellschaften an. |
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Wie unterscheiden sich Finanzinvestoren und Family Offices von strategischen Käufern bei einer Transaktion? Welche Vor- und Nachteile bieten Sie? |
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Aus der zuvor dargestellten Zielsetzung der beiden Investorengruppen lassen sich unterschiedliche Vorgehensweisen und Maßnahmen während und nach der Übernahme eines Unternehmens ableiten. Strategen können bei der umfassenden Prüfung eines Unternehmens auf ihrer Branchenerfahrung aufbauen und setzen dazu vorwiegend eigene Mitarbeiter ein, mit denen die vom Verkäufer zur Verfügung gestellten Informationen geprüft und analysiert werden. Teilweise wird das eigene Transaktionsteam um weitere externe Berater ergänzt. Dazu zählen zum Beispiel Anwälte, die für die Erstellung und Ausverhandlung der Kaufvertragsdokumentation zuständig sind. Die Übernahme muss vom Vorstand oder der Geschäftsführung genehmigt werden. Finanzinvestoren hingegen mandatieren ausschließlich externe Berater für die Prüfung, da ihnen eigene Kapazitäten fehlen und sie daher diese sowie auch notwendiges tiefergreifendes Branchen-Know-how einkaufen müssen. Je nach Transaktion stellen sie dabei sehr unterschiedliche Prüfungsteams zusammen. Die Übernahme des Unternehmens muss durch ein internes Investment Komitee freigegeben werden, das auch laufend über den Fortschritt der Transaktion informiert wird. Dies hat den Vorteil, dass Finanzinvestoren deutlich schneller Entscheidungen als strategische Investoren herbeiführen können. |
| »Strategische Investoren führen Unternehmensprüfungen von Unternehmen häufig weitestgehend mit eigenen Teams durch, während Finanzinvestoren immer externe Berater hinzuziehen. In der Regel übernehmen sie auch ein Unternehmen vollständig. Finanzinvestoren sind hingegen oftmals an einer Rückbeteiligung des Alt-Gesellschafters sowie des aktiven Managements interessiert.« |
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| Auch nach einer Übernahme verfahren beide Investorengruppen zum Teil sehr unterschiedlich. Strategische Investoren integrieren das Zielunternehmen je nach Bedarf mehr oder weniger umfangreich in die konzerneigene Struktur. Zum Teil geht das Unternehmen dabei vollumfänglich im übernehmenden Unternehmen auf. Daher übernehmen strategische Investoren in der Regel sämtliche Anteile eines Unternehmens und unterscheiden sich hierbei von Finanzinvestoren. Diese sind an einer möglichen Rückbeteiligung des Verkäufers und in jedem Fall aber auch des aktiven Managements interessiert, damit diese die weitere Entwicklung aktiv mitbegleiten. Der Vorteil für den Verkäufer und das Management besteht dabei darin, dass sie von weiteren künftigen Wertsteigerung profitieren. Daher kann es bei einer stark positiven Unternehmensentwicklung unter Umständen attraktiver sein, das Angebot eines Finanzinvestoren zu akzeptieren und vom Verkauf der restlichen Anteile nach einer bestimmten Periode dann nochmals deutlich zu profitieren. |
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Sind die typischen Vorbehalte (ehemalige „Heuschreckendebatte“) gegenüber Finanzinvestoren berechtigt? |
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| Viele mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmen haben immer noch Vorbehalte gegenüber Finanzinvestoren, die aus der Zeit der politischen Heuschreckendebatte von vor mehreren Jahren stammen. Diese Vorbehalte sind verständlich aber in der Regel unbegründet. |
| »Vorbehalte gegenüber Finanzinvestoren sind in der Regel unbegründet. Um ihr Ziel der langfristigen Wertsteigerung zu erreichen, sind sie daran interessiert, das übernommene Unternehmen erfolgreich zusammen mit dem bestehenden Mitarbeiterstamm weiterzuentwickeln und setzen dazu auch zum Teil auf einen Aufbau von zusätzlichem Personal.« |
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| Finanzinvestoren sind an einer Rendite ihres eingesetzten Kapitals und damit verbunden an einer mittelfristigen Wertsteigerung des übernommenen Unternehmens interessiert. Diese Wertsteigerung kann aber nur erreicht werden, wenn das Unternehmen sich weiter positiv entwickelt und wächst. Dies wiederum hängt von der strategischen Ausrichtung und von motivierten und qualifizierten Mitarbeitern ab. Vor diesem Hintergrund begleiten Finanzinvestoren die operative Weiterentwicklung, die unter anderem auch den Aufbau von weiteren Arbeitsplätzen vorsehen kann, zum Teil sehr aktiv mit. Da sie keine Synergien wie Strategen durch Zusammenführung mit einer bestehenden Struktur heben können, sind sie auch nicht an einem Abbau von Arbeitsplätzen interessiert. Ziel des Finanzinvestors ist es daher immer, das Lebenswerk der Verkäuferin oder des Verkäufers zu erhalten und auszubauen. Unternehmerinnen und Unternehmer haben zudem die Möglichkeit, die weitere Entwicklung durch eine Rückbeteiligung oder Vereinbarungen im Kauvertrag positiv mitzugestalten. Finanzinvestoren gehen dabei auch bewusst auf die Wünsche und Forderungen der Unternehmerin oder des Unternehmers ein, da diese das Unternehmen aus ihrer Erfahrung genau kennen und daher gut einschätzen können, was es braucht, um dieses langfristig erfolgreich weiterzuführen. |
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| Sönke Schulz ist Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer von Sigma Corporate Finance und berät seit über 20 Jahren in den Bereichen Fusionen & Übernahmen, Restrukturierung und Finanzierungen. Ferner ist Sönke Schulz ausgebildeter Wirtschaftsmediator mit Fokus u.a. auf Nachfolgeregelungen. |
soenke.schulz@sigma-cf.com (069) 770 39 47 – 11 |
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| Holger Schekorr ist Partner bei Sigma Corporate Finance und verfügt über mehr als 16 Jahre Beratungserfahrung in den Bereichen Fusionen & Übernahmen, Restrukturierung und Finanzierungen sowie Private Equity. |
holger.schekorr@sigma-cf.com (069) 770 39 47 – 19 |
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| Sigma Corporate Finance GmbH ist eine bankenunabhängige M&A‑Beratungsgesellschaft, d.h. Transaktionsberatung für den Verkauf, die Fusion und den Kauf von Unternehmen, u.a. im Rahmen der Realisierung von Nachfolgelösungen für inhabergeführte, mittelständische Unternehmen. Seit seiner Gründung im Jahr 2005 hat Sigma Corporate Finance bereits ca. 60 nationale und internationale M&A‑Transaktionen aus den unterschiedlichsten Bereichen von Industrie, Handel und Dienstleistungen erfolgreich abgeschlossen. |
| www.sigma-cf.com |
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