| Sehr geehrte Damen und Herren, |
| mit der Informationsreihe „M&A auf den Punkt – Nachfolgelösungen“ widmet sich SIGMA Corporate Finance in regelmäßigen Abständen dem Thema Nachfolgelösungen für mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer. Dabei beantworten wir zentrale Fragen, die uns immer wieder in diesem Zusammenhang gestellt werden. In diesem Newsletter: |
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Was ist die Basis für den Kaufpreis? |
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Was fließt neben dem Zahlenwerk ansonsten in den Kaufpreis ein? |
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Wie (mit welchen Methoden) ermittelt man den Wert eines Unternehmens? |
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Wir hoffen, dass wir Ihnen spannende Impulse geben können und freuen uns auf Ihr Feedback und weiterführende Gespräche.
Herzlichen Gruß aus Frankfurt am Main |
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| Sönke Schulz |
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| Holger Schekorr |
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Was ist die Basis für den Kaufpreis? |
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| Die wesentliche Basis für die Bewertung eines Unternehmens ist die finanzielle Performance. Dazu zählen zum einen das letzte operative Ist-Ergebnis sowie zum anderen der aktuelle Businessplan. Investoren analysieren im Hinblick auf die Historie, inwiefern das Ist-Ergebnis nachhaltig ist, und sehen sich dazu auch die historische Entwicklung der letzten drei Jahre an. Hier stellt sich u.a. die Frage, ob die Entwicklung der vergangenen Jahre konsistent ist. Ist das Unternehmen zum Beispiel stetig im Ergebnis gewachsen oder geschrumpft? Gab es in der Vergangenheit besondere Ausreißer? Besondere Auffälligkeiten oder Abweichungen können dabei zu Bewertungsabschlägen führen. |
| »Die Unternehmensbewertung basiert im Wesentlichen auf der finanziellen Perfomance eines Unternehmens und hierbei auf den aktuellen Ist-Zahlen und der Unternehmensplanung idealerweise für die kommenden drei Jahre.« |
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| Eine besondere Bedeutung hat auch die Planung der weiteren Jahre, wobei ein Businessplan idealerweise mindestens drei Planjahre enthalten sollte. Hierbei stellt sich die Frage, ob Umsatz und operatives Ergebnis auch in der Zukunft weiter kontinuierlich nachhaltig wachsen. Investoren werden die Planung dahingehend hinterfragen und analysieren, ob nicht nur ein mögliches Wachstum, sondern ferner auch konstante Gewinnmargen realistisch und nachhaltig erscheinen. Sofern hierbei Zweifel aufkommen, kann sich dies ebenfalls negativ in einer Kaufpreisbewertung widerspiegeln. Daher empfiehlt es sich, einen detaillierten Businessplan aufzustellen, der einer intensiven Prüfung durch Externe auch tatsächlich Stand hält und im Verkaufsprozess nicht letztlich nach unten angepasst werden muss. |
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Was fließt neben dem Zahlenwerk ansonsten in den Kaufpreis ein? |
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| Neben „harten“ Zahlen, die das Fundament der Bewertung darstellen, fließen außerdem auch „weiche“ Faktoren zum Teil in eine Bewertung mit ein. Dazu zählt zum Beispiel das Produkt- oder Dienstleistungsportfolio des Unternehmens. Hierbei stellt sich die Frage, wie zukunftsfähig dieses aufgestellt ist, um damit nachhaltige Umsätze bei entsprechend hohen Gewinnmargen zu erwirtschaften. Ferner analysieren Investoren auch das Kundenportfolio im Hinblick auf mögliche Abhängigkeiten von einzelnen Parteien sowie das bestehende Management und dessen Qualität. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Frage, ob das Unternehmen möglicherweise einen Investitionsstau aufweist oder ob regelmäßig in moderne Betriebsanlagen investiert wurde. Je nach Ergebnis dieser Analyse kann es dabei zu möglichen Bewertungsabschlägen kommen. |
| »In die Unternehmensbewertung können auch „weiche“ Fakten wie beispielsweise die Nachhaltigkeit des Produkt- oder Dienstleistungsangebotes, das Kundenportfolio oder die Qualität des Managements mit eingehen.« |
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| Im Zuge des Unternehmensverkaufs empfiehlt es sich daher, mögliche Schwachstellen zu identifizieren und zu eruieren, inwiefern vorab noch Maßnahmen getroffen werden können, um diese aufzulösen. So kann es unter Umständen sinnvoll sein, das bestehende Management umzustrukturieren oder mit eigenen Mitarbeitern zu ergänzen. Ferner kann es ggf. sinnvoll sein, notwendige Maßnahmen für die Lösung von offensichtlichen Schwächen im Prozess proaktiv zu adressieren, wodurch sich die Glaubwürdigkeit ggü. Investoren verbessert. Verkäuferinnen und Verkäufer sollten dabei im Hinterkopf behalten, dass Investoren Unternehmen immer intensiv prüfen werden und Schwachstellen in der Regel auch finden. Daher ist es immer besser, glaubwürdig mit Schwachstellen umzugehen. |
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Wie (mit welchen Methoden) ermittelt man den Wert eines Unternehmens? |
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Für die Bewertung von Unternehmen existieren verschiedene Verfahren. Die einfachste und schnellste Methodik ist die sogenannte Multiplikatoren-Bewertung. Dazu werden vergleichbare börsennotierte Unternehmen bzw. historische Vergleichstransaktionen herangezogen. Es wird davon ausgegangen, dass sich Kostenstrukturen und Wachstumsraten innerhalb einer Branche ähnlich verhalten und folglich Unternehmen mit vergleichbaren Eigenschaften in Bezug auf erwartetes Wachstum und Profitabilität zu ähnlichen Multiplikatoren gehandelt werden. Um zu einem gängigen Multiplikator zu gelangen, wird zum Beispiel der Unternehmenswert (= Eigenkapital zzgl. Nettofinanzverbindlichkeiten) ins Verhältnis zum Umsatz oder zum operativen Ergebnis gesetzt.
Beispiel: Unternehmenswert (= 30,0 Mio. EUR) : aktuelles operatives Ist-Ergebnis (= 6,0 Mio. EUR) = Multiplikator (= 5,0x). Wenn das zum Verkauf stehende Unternehmen beispielsweise ein operatives Ist-Ergebnis von 3,0 Mio. EUR aufweist, liegt der Unternehmenswert bei einem Multiplikator von 5,0x bei EUR 15,0 Mio. EUR Ergänzend sei hierbei erwähnt, dass von dem genannten Unternehmenswert noch die Nettofinanzverbindlichkeiten (zinstragende Schulden abzüglich Liquidität; Lieferantenverbindlichkeiten werden nicht berücksichtigt) zum Übertragungsstichtag abgezogen müssen, um zu dem Betrag (Eigenkapitalwert) zu gelangen, der der Verkäuferin oder dem Verkäufer vor Steuern zufließt. |
| »Es existieren verschiedene Bewertungsverfahren. Die einfachste und schnellste Methodik ist dabei die sogenannte Multiplikatoren-Bewertung auf Basis von vergleichbaren börsennotierten Unternehmen bzw. historische Vergleichstransaktionen.« |
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| Eine weitere gängige Bewertungsmethodik stellt das Discounted Cash-Flow Verfahren dar. Investoren setzen sich hierbei mit den zukünftigen Cashflows ihrer Investition in ein Unternehmen und dem dazugehörigen Risiko auseinander. Die Investition wird wie eine Anleihe behandelt, die jährlich wiederkehrende Cashflows abwirft. Basis ist die Unternehmensplanung mit ermittelten zukünftigen Zahlungsüberschüssen, die mit Hilfe von Kapitalkosten auf den Bewertungsstichtag diskontiert werden. Der so ermittelte Barwert oder auch Kapitalwert ist der diskontierte Cashflow. Darüber hinaus werden die Zahlungsüberschüsse in zwei Phasen unterteilt. Die erste Phase währt 3 – 15 Jahre, in der zweiten Phase wird entweder ein gesondert zu ermittelnder Restwert oder eine ewige Rente angenommen. |
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| Sönke Schulz ist Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer von Sigma Corporate Finance und berät seit über 20 Jahren in den Bereichen Fusionen & Übernahmen, Restrukturierung und Finanzierungen. Ferner ist Sönke Schulz ausgebildeter Wirtschaftsmediator mit Fokus u.a. auf Nachfolgeregelungen. |
soenke.schulz@sigma-cf.com (069) 770 39 47 – 11 |
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| Holger Schekorr ist Partner bei Sigma Corporate Finance und verfügt über mehr als 16 Jahre Beratungserfahrung in den Bereichen Fusionen & Übernahmen, Restrukturierung und Finanzierungen sowie Private Equity. |
holger.schekorr@sigma-cf.com (069) 770 39 47 – 19 |
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| Sigma Corporate Finance GmbH ist eine bankenunabhängige M&A‑Beratungsgesellschaft, d.h. Transaktionsberatung für den Verkauf, die Fusion und den Kauf von Unternehmen, u.a. im Rahmen der Realisierung von Nachfolgelösungen für inhabergeführte, mittelständische Unternehmen. Seit seiner Gründung im Jahr 2005 hat Sigma Corporate Finance bereits ca. 60 nationale und internationale M&A‑Transaktionen aus den unterschiedlichsten Bereichen von Industrie, Handel und Dienstleistungen erfolgreich abgeschlossen. |
| www.sigma-cf.com |
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